Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Myasthenia gravis
-
Gute Daten zu Nipocalimab vorgestellt

Die Myasthenia gravis ist eine seltene Autoimmunerkrankung. In den vergangenen Jahren gab es einige neue Therapieoptionen. Mit Nipocalimab könnte zukünftig eine weitere hinzukommen. Das Wirkprinzip ist nicht neu, die Studiendaten sind aber vielversprechend.
AutorKontaktSven Siebenand
Datum 18.07.2024  11:30 Uhr
Zulassungsantrag geplant, weitere Einsatzgebiete möglich

Zulassungsantrag geplant, weitere Einsatzgebiete möglich

Bislang ist Nipocalimab noch nicht zugelassen. Wann ein Zulassungsantrag gestellt wird, wurde bei der Veranstaltung nicht verraten. Man rechne im kommenden Jahr damit. Ebenso wenig gab es eine Auskunft, welche Indikation das Unternehmen genau anstrebt. Die beiden bisher verfügbaren FcRn-Blocker sind als Zusatztherapie für Patienten mit gMG vorgesehen. Darauf wird es wohl auch bei Nipocalimab hinauslaufen. Interessant sind aber die Feinheiten: Efgartigimod alfa wird lediglich bei Patienten mit Anti-AChR-Antikörpern eingesetzt, Rozanolixizumab zusätzlich auch bei Patienten mit Anti-MuSK-Antikörpern. Welche Patientenpopulation es bei Nipocalimab werden soll, bleibt zunächst unbeantwortet.

Während sowohl Efgartigimod alfa als auch Rozanolixizumab in Zyklen verabreicht werden, wird Nipocalimab kontinuierlich verabreicht. In der Studie wurde es alle zwei Wochen intravenös verabreicht.

Auch an einer subkutanen Formulierung von Nipocalimab wird gearbeitet, sodass es hier – wie bei Efgartigimod alfa bereits heute – eines Tages auch eine zweite Darreichungsform geben könnte.

Zukunftsmusik sind ferner weitere denkbare Indikationen von Nipocalimab. Der Antikörper wird zum Beispiel auch bei maternal-fetalen Erkrankungen getestet, die durch mütterlicher Alloantikörper vermittelt werden – Stichwort: hämolytische Erkrankung des Fetus und des Neugeborenen (HDFN).

Mehr von Avoxa