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Risikogruppen
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Gürtelrose-Impfung jetzt schon ab 18 Jahren

Für alle Menschen ab 60 Jahren gilt, dass sie sich gegen Herpes zoster (Gürtelrose) impfen lassen sollen, bei bestimmten Risikofaktoren ab 50. Jetzt hat die STIKO die Empfehlung auf Personen ab 18 Jahren ausgedehnt, insbesondere bei medikamentös bedingter Immunschwäche.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 07.11.2025  13:00 Uhr
Impfquote in Risikogruppe bislang nur bei 3,2 Prozent

Impfquote in Risikogruppe bislang nur bei 3,2 Prozent

Erst seit den 1990er-Jahren gibt es für Kinder eine Impfempfehlung gegen Windpocken, ausgelöst durch das Varizella-zoster-Virus (VZV). Davor war die Viruserkrankung stark verbreitet. Im Kindesalter sind Windpocken in der Regel eine lästige, aber harmlose Erkrankung. Das Virus bleibt jedoch ein Leben lang im Körper. Es zieht sich zunächst in die Nervenzellen in Ganglien zurück und kann bei Immunschwäche, ob durch Infekte, Grunderkrankungen, Stress oder zunehmendem Alter, wieder aktiv werden. Dies äußert sich meist in einem typischen Hautausschlag, der Gürtelrose, der unbehandelt zu chronischen Nervenschmerzen (postherpetische Neuralgie) führen kann. Das Risiko hierfür lässt sich durch die Herpes-zoster-Impfung deutlich reduzieren.

Die Wirksamkeit und die Verträglichkeit von Shingrix seien auch bei Personen mit Autoimmunerkrankungen belegt, teilt GSK in einer Pressemitteilung zur Aktualisierung der STIKO-Empfehlung mit. Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil seien gut und eine anhaltend hohe Wirksamkeit über elf Jahre nachgewiesen.

Die Impfquoten lassen allerdings bislang zu wünschen übrig. GSK beziffert sie mit etwa 20 Prozent bei Menschen ab 60 Jahren und nur 3,2 Prozent bei den bislang anspruchsberechtigten Patienten mit Risikofaktoren im Alter von 50 bis 59 Jahren.

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