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RKI-Wochenbericht
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Grippe- und RSV-Welle hält an

In der vergangenen Woche hatten wieder mehr als 32.000 Menschen einen laborbestätigten positiven Influenza-Test. Damit lag die Zahl in etwa auf gleicher Höhe wie in der Vorwoche. Bei den gemeldeten RSV-Infektionen sank die Zahl leicht ab. Im Krankenhaus sind deswegen vor allem ältere Menschen (Influenza) und Kleinkinder (RSV).
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 16.02.2024  12:00 Uhr

Insgesamt waren nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts in der vergangenen Woche 5,9 Millionen Menschen in Deutschland von einer akuten Atemwegserkrankung betroffen. In der Vorwoche waren es noch 6,1 Millionen gewesen. Damit könnte der zweite Peak der diesjährigen Infektwelle überschritten sein, auch wenn laut RKI-Definition sowohl die Grippewelle als auch die RSV-Welle weiter anhalten. 

Bei den laborbestätigten Infektionen dominiert die Influenza mit 32.658 Fällen. Laut RKI sind alle Altersgruppen betroffen. Insgesamt erkrankten in dieser Saison bereits mehr als 135.000 Menschen laborbestätigt an Grippe; mehr als 26.000 mussten ins Krankenhaus. Aktuell waren 5369 aufgrund einer Influenza hospitalisiert. Der bislang steigende Trend habe sich in der sechsten Meldewoche 2024 weiter fortgesetzt, aber deutlich verlangsamt. Die meisten Fälle werden nicht subtypisiert. Bei den genauer analysierten Proben dominieren Influenza B und A (H1N1)pdm09.

Eine leichte Abnahme ist bei den Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) zu verzeichnen. Hier ging die Zahl der Fälle vom Spitzenwert dieses Jahres in der Kalenderwoche 5 mit 4691 Fällen auf 4415 zurück. Insgesamt wurden diese Saison bereits rund 39.500 laborbestätigte Fälle gemeldet, davon mussten knapp 12.000 im Krankenhaus behandelt werden. Vergangene Woche waren es rund 990 Personen, vor allem Kleinkinder.

Die Zahl der laborbestätigten Covid-19-Fälle lag vergangene Woche bei 4049 – das sind rund 1000 weniger als in der Vorwoche. Allerdings war mehr als jeder vierte dieser Fälle auch hospitalisiert. Insgesamt gab es diese Saison bereits rund 320.000 laborbestätigte Corona-Infektionen. Es dominiert weiterhin die BA.2.86-Sublinie JN.1. mit einem Anteil von 86 Prozent der typisierten Proben.

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