Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Delegiertenversammlung LAK Hessen
-
Geschlossen protestieren – egal wo

Die hessischen Apotheker zeigen Geschlossenheit. Bei der heutigen Delegiertenversammlung der Landesapothekerkammer Hessen steckten sie die Marschrichtung für kommenden Montag ab; zusätzlich zu den vier Protest-Städten werden sie auch in Fulda Präsenz zeigen. Mit einer Resolution verleihen sie ihren Forderungen Nachdruck.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 19.03.2026  17:36 Uhr

Dass die Apothekenteams zum jetzigen Zeitpunkt auf die Straße gehen, hat seinen Grund. Das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) befindet sich in der entscheidenden Phase des parlamentarischen Verfahrens. Mitte/Ende April soll das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen sein. Kammerpräsident Christian Ude forderte für den 23. März bei der Delegiertenversammlung eine möglichst hohe Beteiligung der Mitglieder sowohl an den Apothekenschließungen als auch an den Protestaktionen vor Ort. »Jetzt geht es um alles. Es gilt, Geschlossenheit zu zeigen, dass die Apothekerschaft ein einheitliches Verständnis dafür hat, was auf dem Spiel steht. Wir stehen einheitlich für die Arzneimittelversorgung vor Ort. Packen Sie Ihre Mitarbeiter ein und fahren Sie zu den Kundgebungen.«

Zusätzlich zu den vier von der ABDA festgelegten regionalen Kundgebungsorten in München, Berlin, Hannover und Düsseldorf werden hessische Apothekenteams auch in Fulda protestieren können. Osthessische Apothekerinnen und Apotheker haben dort eine weitere Veranstaltung organisiert. »Wir vom Vorstand werden bei fast allen Kundgebungsorten vertreten sein und zeigen Flagge.« Ude selbst werde in Düsseldorf zusammen mit dem ABDA-Präsidenten Thomas Preis auf der Bühne stehen; der Vorsitzende des Hessischen Apothekerverbandes, Holger Seyfarth, sowie die Vizepräsidentin der LAK Hessen, Schamim Eckert, werden in Fulda sprechen. »Damit demonstrieren wir Geschlossenheit pro Apotheke. An unseren roten Hoodies sind wir für alle zu erkennen und dienen als Ansprechpartner.«

Nur mit einer sichtbaren Geschlossenheit des Berufsstandes könne es gelingen, der Politik klarzumachen, wie essenziell wichtig faire wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die öffentlichen Apotheken seien, sagte der Kammerpräsident in seinem Bericht zur Lage. »Drei Forderungen sind für uns nicht verhandelbar: die Erhöhung des Fixums auf mindestens 9,50 Euro, keine PTA-Vertretung als Apothekenleitung und keine Neuordnung bei den Zweigapotheken.« Die hessischen Delegierten verabschiedeten einstimmig eine entsprechende Resolution.

Mehr von Avoxa