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Führungskräfte-Coaching
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Für Apotheken-Erfolg gibt es ein Rezept

Erfolgreiches Unternehmertum gelingt nur guten Führungskräften. Doch wie man eine Apotheke führt, lernt man nicht im Pharmaziestudium. Wie sich das nachholen lässt, erklärt eine Expertin. Und auch, warum Frauen und Männer zum Teil andere Antworten brauchen.
AutorKontaktKatrin Faßnacht-Lee
Datum 02.09.2025  16:20 Uhr

Know-how und Austausch

Müllers Online-Mentoring-Programm gibt es inzwischen seit fünf Jahren. Es richtet sich an Apothekeninhaberinnen und -inhaber, Filial- und Teamleiterinnen und -leiter. Ihr Team ist mittlerweile auf sechs fest angestellte Mitarbeitende sowie einige Freie herangewachsen. Das Jahresprogramm startet mit einem Kick-off-Workshop, beinhaltet viel Know-how zum Thema Führung und Vertrieb, was die Teilnehmenden individuell und zeitlich flexibel absolvieren können. Zusätzlich finden online persönliche Mentoring-Gespräche statt. In diesen Calls zu verschiedenen Themengebieten sind Müller und ihr Team mittlerweile fast täglich erreichbar. »Da kann jeder seine individuellen Fragen loswerden und auch von den Fragen und Erfahrungen der anderen profitieren«, so Müller. Erst im persönlichen Gespräch und Austausch gelinge es vielen, die klassische »Wissen-Tun-Lücke« zu schließen. Überdies werde gerade bei den weiblichen Teilnehmerinnen die sogenannte Community gut genutzt, wo die Frauen sich gegenseitig unterstützen können.

»Man kann nur wachsen, wenn man von denen lernt, die einen Tick besser sind.«
Nicole Müller, Apotheken Coach

Doch was lernen die Teilnehmenden genau in den Coachings? Müller unterscheidet dabei mehrere Schritte: vom Ich zum Du zum Wir. »Als Erstes muss ich als Führungskraft bestimmte Eigenschaften entwickeln, meine negativen Glaubenssätze loswerden, ein anderes Mindset aufbauen.« Erst wer sich zutraut zu führen, kann entsprechend auf seine Mitarbeiter zugehen, Gespräche führen, eventuell auch bestehende Konflikte lösen. Der nächste große Schritt erfolgt erst danach: von der Führungskraft zum erfolgreichen Unternehmertum. »Wir begleiten mit unserem Programm alle Schritte, haben auch eine Marketingabteilung und helfen dabei, Marketingstrategien zu entwickeln«, erläutert die Mentorin. Es gehe darum, das Heft selbst in die Hand zu nehmen, sich im besten Fall unabhängig von den Entscheidungen der Politik zu machen. Dabei seien auch die Mentoring-Regeln wichtig, die mit Neukunden vereinbart würden: »Hier wird nicht gejammert, hier wird lösungsorientiert und ideenreich gearbeitet und kreiert«, so Müllers Credo.

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