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Zecken 
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FSME-Gefahr nicht unterschätzen

Es gib mehr Zeckenarten als nur den Gemeinen Holzbock und Zecken übertragen nicht nur FSME und Borreliose. Zudem sind sie inzwischen ganzjährig aktiv und auch außerhalb der ausgewiesenen Risikogebiete anzutreffen. Schutz bieten eine Impfung und Repellenzien.
AutorKontaktMaria Pues
Datum 27.05.2025  18:00 Uhr

Borreliose-Risiko reduzieren

Keine Impfung gibt es gegen Borreliose. Diese kommt in ganz Deutschland vor. Sie wird – anders als FSME, die bereits mit dem Stich übertragen werden kann – erst im weiteren Verlauf des Saugvorgangs übertragen. Das Risiko steigt daher, je länger die Zecke saugen kann. Das bedeutet: Je früher eine Zecke gefunden und entfernt wird, umso mehr lässt sich das Borreliose-­Risiko reduzieren. Nach einem Aufenthalt in der Natur sollte man sich daher sorgfältig auf Zecken ab­suchen und diese, beispielsweise mittels einer ­Zeckenzange oder -karte, entfernen sowie die Stichstelle anschließend des­infizieren. Dazu eignen sich Povidon-Iod oder Octenidin.

Um möglichst gar nicht erst von einer Zecke gestochen zu werden, können Repellenzien verwendet werden. Sie enthalten DEET (Diethyltoluamid) oder Icaridin sowie in manchen Fällen weitere Inhaltsstoffe, die den Menschen als Nahrungsquelle für Zecken uninteressant machen. Je nach Produkt hält die Wirkung für einen bestimmten Zeitraum an, sodass es gegebenenfalls mehrmals aufgetragen werden muss.

Geschlossene Kleidung erschwert es den Zecken zusätzlich, auf die Haut zu gelangen. Dabei kann es helfen, die Hosenbeine in die Socken zu stecken. Helle Kleindung erleichtert die Absuche nach Zecken nach einem Aufenthalt in der Natur. Für Hunde und Katzen stehen Halsbänder, Spot-on- und Tablettenpräparate zur Verfügung, die außerdem vor Flöhen schützen.

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