Das zunehmende Tageslicht stößt hormonelle Veränderungen im Körper an, die zu Frühjahrsmüdigkeit führen können. / © Adobe Stock/New Africa
Gut zu wissen: Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit, sondern eine natürliche Reaktion auf den Wetterumschwung, so Steffen Conrad von Heydendorff, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.
Das fehlende Licht im Winter hat Spuren in unserem Hormonhaushalt hinterlassen. Vereinfacht gesagt: Vom Glückshormon Serotonin war dort in den vergangenen Monaten eher wenig vorhanden, vom Schlafhormon Melatonin hingegen recht viel.
Das zunehmende Tageslicht stößt nun hormonelle Veränderungen im Körper an. Er produziert wieder mehr Serotonin und weniger Melatonin. Bei dem Wechselspiel kann es allerdings zu einem Ungleichgewicht kommen – und zwar dann, wenn das Melatonin noch eine Weile die Oberhand behält. Wir fühlen uns dann trotz allerbestem Frühlingswetter müde.
»Zudem weiten sich bei steigenden Temperaturen die Blutgefäße, was den Blutdruck sinken lässt und kurzzeitig zu Müdigkeit und Schwindel führen kann«, so Conrad von Heydendorff.
An eine Depression sollte man denken:
Bei diesen Anzeichen sollte man keine Scheu haben, einen Arzt oder eine Psychotherapeutin aufzusuchen. Depressionen gelten als gut behandelbare Erkrankung.