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Gesundheitsausschuss
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Franke: Atemwegserkrankungen auf »üblichem Niveau«

Für die Jahreszeit bewegen sich die Infektionszahlen bei Atemwegserkrankungen nach Angaben der Bundesregierung auf dem üblichen Niveau. Das kam bei der heutigen Sitzung des Bundesgesundheitsausschusses zutage.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 11.10.2023  15:30 Uhr

Im Hinblick auf die anstehende Herbst-Winter-Saison stand am heutigen Mittwoch unter anderem der Bericht der Bundesregierung zur aktuellen Infektionslage und zum Impfgeschehen auf dem Programm des Gesundheitsausschusses. Laut Gesundheitsstaatssekretär Edgar Franke (SPD) ist die Coronavirus-Pandemie zwar vorbei, aber das Virus bleibt.

Neben dem Coronavirus hätten auch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) sowie Influenza A und B großen Einfluss auf das Infektionsgeschehen hierzulande, betonte Franke. Infektionswellen hält er demnächst für möglich, sie seien jedoch nicht vorhersehbar. Auch neue Coronavirus-Varianten schließt er nicht aus. Die 7-Tage-Inzidenz bei Corona liegt Franke zufolge derzeit bei 11 Fällen pro 100.000 Einwohner. Im Vergleich hatte es im Vorjahreszeitraum noch 714 Fälle gegeben. Allerdings wies er ebenfalls auf eine Dunkelziffer hin.

Bund stellt 14 Millionen Impfdosen bereit

Für die Impfsaison 2023/24 stehen vom Bund laut Frankes Ausführungen knapp 14 Millionen Covid-19-Impfdosen zur Verfügung. Zusätzlich soll es 300.000 Impfdosen für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren geben sowie weitere 200.000 für Kleinkinder. Zudem arbeiteten mehrere Unternehmen an einem Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und Corona, hieß es.

Weiter berichtete er über die Hospitalisierungszahlen. Aktuell kommen demnach 2,6 Fälle auf 100.000 Einwohner. Und 363 Personen würden aufgrund einer Covid-19-Infektion intensivmedizinisch behandelt. Die Bundesregierung führt den leichten Anstieg des Corona-Infektionsgeschehens auf die Variante EG.5. zurück.

Dass Deutschland gut für den kommenden Winter gerüstet ist, war immer ein wichtiger Aspekt für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Umso mehr dürfte ihn nun freuen, wenn der Bericht aus seinem Hause belegt, dass die derzeitige Infektionslage mit Atemwegserkrankungen wieder als normal einzustufen ist.

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