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Apothekenreform
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FDP will »rote Linien definieren«

Die FDP will sich bei der anstehenden Apothekenreform gegen die Pläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) stellen, Apotheken ohne Approbierte zuzulassen. Das machte die liberale Gesundheitspolitikerin Kristine Lütke (FDP) in einem Gespräch mit jungen Apothekerinnen und Apothekern deutlich. Und auch beim Honorar reiche eine Umverteilung nicht aus.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 17.05.2024  15:22 Uhr

Honorarumverteilung reicht nicht aus

Doch nicht nur bei der geplanten Vertretungsregelung sieht die FDP noch Verbesserungsbedarf. »Dann muss man sich das Thema Finanzierung anschauen«, so Lütke. Sie verwies auf die Vorschläge der Parteikollegen aus den Ländern, zuvorderst der Landesverband Thüringen hatte ein Papier geliefert. Diese Vorschläge würden nun geprüft – allerdings auch gegengerechnet. Denn Lütke will den Apothekern keine Versprechungen machen, die sie am Ende nicht halten kann. Es gebe aktuell viele Bedarfe im Gesundheitswesen: »Es fehlt an allen Ecken und Enden. Es ist wie eine zu kurze Decke und jeder zieht.«

Dennoch stellte die FDP-Abgeordnete klar, dass die Apotheken aus ihrer Sicht bessergestellt werden müssen. »Ich bin der Meinung, dass eine reine Umverteilung nicht ausreichen wird.« Overwiening würde sich wünschen, dass die Einsparungen, die durch Apotheken erzielt werden dort auch ankommen. Exemplarisch nannte sie die Umsetzung der Rabattverträge aber auch indirekte Einsparungen durch das Medikationsmanagement.

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