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Klimawandel
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Europa im Dengue-Fieber

Mit dem Klimawandel breiten sich in Europa immer mehr Erreger von Infektionen aus, die einst als reine Tropenkrankheiten galten. Dies trifft auch auf das Dengue-Virus zu. Wie sich seine Ausbreitung dennoch kontrollieren lässt, war Thema beim Pharmacon in Meran.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 26.05.2025  17:30 Uhr
Impfung nur nach Erstinfektion

Impfung nur nach Erstinfektion

In der EU sind mit Dengvaxia® (Sanofi) und Qdenga® (Takeda) seit 2018 beziehungsweise 2022 zwei Dengueimpfstoffe zugelassen, aber nur der Letztgenannte wird in Deutschland vermarktet. Qdenga ist ab vier Jahren zugelassen, die Grundimmunisierung erfordert zwei Dosen im Abstand von mindestens drei Monaten.

Die STIKO empfiehlt Qdenga nur für Personen mit laborbestätigter früherer Dengue-Infektion. Denn während Erstinfektionen mit dem Dengue-Virus meist mild oder symptomlos verlaufen, können Zweitinfektionen durch einen immunologischen Mechanismus (»Antibody-Dependent Enhancement«) zu schwereren Krankheitsverläufen führen. »Bei Dengue-naiven Patienten kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine spätere natürliche Infektion nach der Impfung schwerer verläuft als ohne Impfung«, schloss die Referentin.

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