| Paulina Kamm |
| 30.01.2026 14:44 Uhr |
»Prävention gehört in die Apotheke«, eröffnet Anke Rüdinger, Vizevorsitzende des Deutschen Apothekerverbands und Vorsitzende des Berliner Apotheker-Vereins. Dort habe man eine Kombination aus noch gesunden und bereits kranken Kundinnen und Kunden, deren Blutdruck via Screening kontrolliert werden könne. Rüdinger bedaure es sehr, dass das Blutdruckscreening nicht als pharmazeutische Dienstleistung durchgesetzt werden konnte. Weitere pharmazeutische Dienstleistungen, die für eine bessere Herzgesundheit sorgen können, sind laut Rüdinger der Medicine Service und die Unterstützung bei der Tabakentwöhnung.
Die Apotheke ist für Rüdinger aber auch ein Ort der Aufklärung, ob im Gespräch oder via Handzettel – und zwar für die Patientinnen selbst, aber auch für deren Angehörige, die im Notfall besser reagieren können. Sven Simons, Bereichsleiter Strategie & Public Affairs der Phoenix group und Marc Kriesten, Inhaber der Glückauf-Apotheke Dienslaken, pflichteten Rüdinger bei.
Sie betonen, wie wichtig niederschwellige und lokale Informationsangebote, Sichtbarkeit und Erreichbarkeit in Apotheken seien. »Wir sind Multiplikatoren, das eine ist die fachliche Seite, wo wir Wirkung erzeugen können, aber Aufmerksamkeit bekommt man, indem man sich lokal engagiert«, so Kriesten. Spezifische Fort- und Weiterbildung via innovativer Formate gegen vorhandene Wissenslücken des Apothekenpersonals halten Rüdinger und Simons für essenziell.