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Weltweite Analyse
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Einer von acht Krebsfällen geht auf Infekt zurück

Im Jahr 2024 waren weltweit schätzungsweise 2,3 Millionen neue Krebsfälle auf Infektionen zurückzuführen. Das entspricht rund 12 Prozent aller Krebsfälle, wie aus einer Studie der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) hervorgeht. Verantwortlich sind demnach vor allem fünf Pathogene.
AutorKontaktCarolin Lang
Datum 13.10.2026  13:30 Uhr
Einer von acht Krebsfällen geht auf Infekt zurück

Für die Analyse griff die Forschungsgruppe auf die Datenbank »Cancer Today« des Global Cancer Observatory (GCO) der IARC zur Krebsinzidenz im Jahr 2024 zurück. Sie erstellte Schätzungen dazu, wie viele Krebsneuerkrankungen weltweit auf zwölf als krebserregend eingestufte Infektionserreger zurückgehen. Über die Ergebnisse berichtet sie im Journal »The Lancet Oncology«.

Von den schätzungsweise 2,3 Millionen neuen infektionsbedingten Krebsfällen brachte das Team die meisten mit dem Bakterium Helicobacter pylori und Humanen Papillomaviren (HPV) in Verbindung, nämlich 760.000 beziehungsweise 750.000 Fälle. Wiederum 360.000 neue Krebsfälle führten sie auf Infektionen mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV), 260.000 auf Infektionen mit dem Eppstein-Barr-Virus (EBV) sowie 160.000 Fälle auf Infektionen mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) zurück. Damit waren diese fünf Erreger für nahezu alle durch Infektionen verursachten Krebserkrankungen verantwortlich.

Geographische Unterschiede

Die Auswertung zeigt deutliche geographische Unterschiede bei der Krankheitslast. So wurden mehr als drei Viertel der infektionsbedingten Krebserkrankungen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen verzeichnet. 42 Prozent entfielen auf Ostasien, vor allem aufgrund von Infektionen mit H. pylori und HBV. Besonders hoch war die Belastung auch in Subsahara-Afrika.

Nach Ansicht der Arbeitsgruppe ließe sich ein erheblicher Teil der infektionsbedingten Krebsfälle durch bereits bewährte Präventionsmaßnahmen verhindern, etwa durch Impfungen gegen HPV und Hepatitis B, die Diagnose und Behandlung von Infektionen mit H. pylori und viralen Hepatitiden, HPV-Screenings oder durch sichere Injektionspraktiken und den Zugang zu Kondomen. Gleichzeitig sieht sie weiteren Forschungsbedarf, insbesondere bei der Entwicklung neuer Präventionsstrategien gegen das Epstein-Barr-Virus.

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