| Johanna Hauser |
| 16.01.2026 13:00 Uhr |
Auch wenn die Idee einer IL-6-Blockade zur Therapie der Arthrose nicht neu ist und monoklonale Antikörper gegen IL-6 erfolgreich bei andere Erkrankungen eingesetzt werden, konnten bei Arthrose keine zufriedenstellend Ergebnisse erzielt werden. Die Autoren vermuten, dass die passive Wirkweise der Antikörper bei einer progredienten Erkrankung nicht ausreichend stark ist. Über eine Impfung könne eine langfristige Modulation der Zytokinaktivität erreicht werden, so die Hypothese.
Nach Ansicht der Wissenschaftler unterstützen die Erkenntnisse eine Weiterentwicklung von PPV-06 als vielversprechende therapeutische Strategie, um die Auswirkung niedriggradiger Entzündungen einzudämmen und so den Verlauf der Kniearthrose abzumildern.
Eine Phase-II-Studie ist bereits in Planung und soll voraussichtlich im Dezember 2028 abgeschlossen werden. Sollten sich die Ergebnisse bestätigen, könnte zukünftig erstmals eine Therapie gegen die entzündliche Komponente der Kniearthrose zur Verfügung stehen.