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Diskussion in Schwerin 
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Ein Tsunami bedroht das Gesundheitssystem

Am Donnerstagabend wurde in Schwerin unter dem Motto »Zukunft der Apotheke sichern« über die Krise der Vor-Ort-Apotheken diskutiert. Eingeladen war auch der neue ABDA-Präsident Thomas Preis, der von den anwesenden Politikern erneut ein Sofortprogramm zur Rettung der Offizinen forderte. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 14.03.2025  13:30 Uhr

Blick auf die Koalitionsverhandlungen 

Thomas Preis betonte, dass alle Demokraten dazu aufgefordert seien, schnell eine Lösung für das Apothekensterben zu finden. »Apotheken leisten so viel für das Sparen im Gesundheitssystem. Zum Jahreswechsel mussten fast alle Krankenkassen ihre Beiträge erhöhen. Die Apotheken treiben Jahr für Jahr Milliarden allein durch Rabattverträge ein. Die Erhöhungen der Krankenkassen wären mehr als doppelt so hoch, wenn die Apotheken nicht mehr oder weniger kostenlos Sparleistungen erbringen würden. Dafür kriegen wir keine Gegenleistung und haben nur noch mehr Arbeit. Deswegen muss eine Soforthilfe sein«, so der ABDA-Präsident. 

Die Zuhörerinnen und Zuhörer beteiligten sich rege an der Diskussion. Gerade ein Rx-Versandverbot wurde am Donnerstag immer wieder gefordert. Aber auch die überbordende Bürokratie, der Fachkräftemangel und die Folgen des Skonto-Urteils beschäftigten die Anwesenden. Thomas Preis bedankte sich am Ende des Abends bei den anwesenden CDU-Abgeordneten. »Das ist ein starkes politisches Signal und wir setzen jetzt auf Sie und die Koalitionsverhandlungen«, sagte der ABDA-Präsident. 

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