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Lasker-Preis
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Ehrung für Herceptin-Entdecker

Der deutsche Biochemiker Axel Ullrich wird für die Entwicklung des Brustkrebs-Medikaments Trastuzumab (Herceptin®) ausgezeichnet. Die US-amerikanische Lasker-Stiftung verleiht ihm und zwei Kollegen am Freitag in New York (USA) den Lasker-DeBakey Clinical Medical Research Award.
AutorKontaktdpa
Datum 20.09.2019  12:30 Uhr

Herceptin wurde 1998 in den USA und 2000 in der EU zur Brustkrebstherapie zugelassen. Das enthaltene Trastuzumab gilt als erster monoklonaler Antikörper zur Behandlung von Krebs. Er erkennt zielgerichtet das Wachstumsprotein HER2 auf Krebszellen und blockiert sie. Die Lasker-Stiftung schreibt von einer «lebensrettenden Therapie für Frauen mit Brustkrebs». Seit der ersten Zulassung 1998 hätten mehr als 2,3 Millionen Frauen sie erhalten. Inzwischen wird Trastuzumab auch gegen Magenkrebs eingesetzt.

Axel Ullrich hat in Tübingen studiert und in Heidelberg promoviert. In den 1970er-Jahren ging er in die USA und kam 1988 zurück nach Deutschland ans Max-Planck-Institut für Biochemie. Neben der akademischen Laufbahn hat er mehrere Biotech-Unternehmen gegründet. Der 75-jährige Ullrich ist mittlerweile als Direktor des MPI emeritiert. Er wurde bereits mit mehreren Forschungspreisen geehrt. Ullrich hatte Trastuzumab in den 1990er-Jahren zusammen mit den ebenfalls ausgezeichneten US-Amerikanern Michael Shepard und Dennis Slamon entwickelt. Ullrich und Shepard forschten damals beim Biotechnologie-Unternehmen Genentech, das inzwischen zum Pharma-Konzern Roche gehört.

Der Lasker-Award ist mit 250.000 Dollar (etwa 227.000 Euro) dotiert. Der Jury gehörten ein gutes Dutzend Wissenschaftler renommierter Universitäten und Forschungseinrichtungen an. Laut der Stiftung haben 88 der in den vergangenen Jahrzehnten geehrten Wissenschaftler inzwischen den Nobelpreis erhalten.

Neben dem Preis für Herceptin in der klinischen Forschung wird ein Preis für Grundlagenforschung an zwei Immunologen vergeben: den Australier Jacques Miller und den US-Amerikaner Max Cooper. Sie haben zwei verschiedene weiße Blutkörperchen, die B- und die T-Zellen, entdeckt und ihre Funktion im Immunsystem ermittelt. Eine weitere Auszeichnung geht an die Gavi Impfallianz. Seit 2000 habe Gavi geholfen, mehr als 760 Millionen Kinder in 73 Ländern zu impfen und damit 13 Millionen Leben gerettet. 

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