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Online-Studie
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Effektiver Lernen mit Duftstoffen

Die Exposition von Duftstoffen während des Lernens und Schlafens kann die Gedächtnisleistung erhöhen. Das ist bereits aus früheren Studien bekannt. Deutlich steigern lässt sich der Lernerfolg, wenn derselbe Duftstoff auch während einer Prüfung zum Einsatz kommt. Das legte eine aktuelle Online-Studie der Uniklinik Freiburg nahe. Der Lerneffekt ist jedoch begrenzt.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 20.02.2023  18:00 Uhr
Signifikante Steigerung des Lernerfolgs

Signifikante Steigerung des Lernerfolgs

Die LST-Gruppe schnitt im Vokabeltest an Tag 4 mit durchschnittlich 57 Prozent korrekten Vokabeleingaben am besten ab, wie eine statistische Analyse ergab. Der positive Lerneffekt unter der Rosenbeduftung nahm dabei über die drei Versuchstage hinweg zu. Die Resultate der Gruppen LS, LT und der Kontrollgruppe fielen niedriger aus und ähnelten sich untereinander stark. Sie lagen bei 49 Prozent versus 48 Prozent versus 49 Prozent.

Eine Langzeitwirkung auf den Lernerfolg konnte jedoch nicht beobachtet werden. Bei den Abschlusstests nach einer beziehungsweise vier Wochen fanden sich keine eindeutigen Belege mehr, dass sich die Duftstoffexposition positiv auf das Erinnerungsvermögen auswirkt.

In einer Pressemitteilung der Uniklinik Freiburg resümiert Erstautorin Jessica Knötzele von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg: »Einschränkend muss man sagen, dass der Duft zwar beim Lernen hilft, jedoch das anschließende Vergessen nicht verhindern kann.« Die Studienautorinnen und -Autoren betonen zudem, dass sie nicht kontrollieren konnten, wie gewissenhaft sich die Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer an die Vorgaben hielten, da es sich um ein Online-Experiment handelte. 

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