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Umfrage
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E-Rezept einlösen? Natürlich in der Stammapotheke

Patienten bevorzugen ihre Stammapotheke, wenn es um die Einlösung des E-Rezepts geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Steuer- und Wirtschaftsberatung ETL Advision, die auf den Gesundheitsbereich spezialisiert ist. Auch Botendienste und pharmazeutische Dienstleistungen sind bei den Kunden gefragt.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 24.02.2023  14:00 Uhr

Botendienste sind beliebt

Fast 65 Prozent der Befragten können sich außerdem vorstellen, in Zukunft den Lieferservice der Apotheke zu nutzen. Außerdem würden 39 Prozent pharmazeutische Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Eine erweiterte Medikationsberatung in der Apotheke käme für 37 Prozent infrage.

Die Papierersparnis ist für mehr als 42 Prozent der Befragten das größte Argument für das E-Rezept in Kombination mit der elektronischen Patientenakte (EPA), gefolgt vom Vorteil der Zeitersparnis mit 39 Prozent. Die einfachere Dokumentation spricht für etwa 35 Prozent der Umfrageteilnehmer für die elektronische Verordnung.

E-Rezept und Telepharmazie binden Kunden

Aus den Ergebnissen ziehen die Autorinnen den Schluss, dass die meisten Deutschen offen für das E-Rezept sind. Allerdings regen sie an, statt »Druck von außen« zu erzeugen, bei der Etablierung der digitalen Version auf die »innere Dynamik der Bevölkerung« zu setzen. Denn: Veränderungsprozesse seien besonders erfolgreich, wenn diese nicht auferlegt würden, sondern durch Information und Kommunikation Begeisterung auslösten, heißt es. Zentral für den Erfolg erscheint in ihren Augen ebenfalls eine einheitliche Patientenansprache zu sein – sowohl vonseiten der Politik und den Krankenkassen als auch von den Ärzten und Apotheken.

Als eine Herausforderung erachten die Autorinnen aber nach wie vor die Übertragung der Kundenbindung in die digitale Welt. Doch ihrer Ansicht nach könnte die Kombination aus E-Rezept und Telepharmazie der Schlüssel zum Ziel sein.

Die Umfrage fand zwischen August und November 2022 statt. Teilgenommen hatten 5000 Bundesbürger ab 18 Jahre, von denen mindestens 2500 Personen bereits schon einmal vom E-Rezept gehört hatten.

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