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Kammer Schleswig-Holstein
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»Dringender Handlungsbedarf« bei Reformplänen

Die Apothekerkammer Schleswig-Holstein und der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Schmidt sehen deutlichen Handlungsbedarf bei der geplanten Apothekenreform. Kammerpräsident Kai Christiansen dringt darauf, Koalitionsversprechen zu halten. Schmidt setzt auf Apothekenstärkung, verweist aber auch auf politische Zwänge.
AutorKontaktPZ
Datum 04.12.2025  13:28 Uhr

Keine »Verhandlungsmasse«

»Die Sicherheit der flächendeckenden Arzneimittelversorgung ist nur mit einer stabilen wirtschaftlichen Grundlage umsetzbar«, so der Politiker. Er wies allerdings darauf hin, dass finanzielle Entscheidungen innerhalb der Koalition nicht isoliert betrachtet würden. »Zur Wahrheit gehört momentan aber auch, dass jede finanzielle Maßnahme in dieser Koalition Räume für weitere, aus unserer Sicht weniger relevante Ausgaben mit sich bringt.«

Christiansen warnte vor einer »parteipolitische Blockadesituation für die Arzneimittelversorgung«. Die wohnortnahe Versorgung dürfe nicht zur »Verhandlungsmasse zwischen zwei sich streitenden Koalitionspartnern werden«. Politische Versprechen zu brechen, gefährde zudem das Vertrauen in demokratische Institutionen. Die Apothekerkammer Schleswig-Holstein erwarte zur Apothekenstärkung nun »entschlossene Schritte in Berlin«. 

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