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SPD
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Die Verteidigung des Sozialstaats 

Zuletzt gab es viele Vorschläge der Union, um den Sozialstaat abzubauen. SPD-Chefin Bärbel Bas warnt vor den Folgen solcher Debatten. Im Rahmen der Vorstandsklausur in Berlin verabschiedet die SPD ein Sozialstaatspapier. Christos Pantazis (SPD) spricht sich für eine Gesundheitsabgabe aus. 
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AutorKontaktPZ
Datum 09.02.2026  14:30 Uhr
Die Verteidigung des Sozialstaats 

SPD-Chefin Bärbel Bas und sowie ihr Parteikollege Christos Pantazis sehen den deutschen Sozialstaat in Gefahr. »Er wird in seiner Existenz infrage gestellt. Er wird als Bremsklotz wirtschaftlichen Wachstums diffamiert«, kritisierte Bas in Berlin. Dabei sei es gerade in Zeiten großer Veränderung wichtig für die Menschen, aufgefangen zu werden.

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion ergänzte: »Der Sozialstaat ist kein Kostenfaktor, sondern das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Ob Menschen Vertrauen in Demokratie und Politik haben, entscheidet sich daran, ob soziale Sicherheit verlässlich funktioniert – gerade in Gesundheit und Pflege«, so Pantazis in einer Mitteilung.

In einer Vorstandsklausur hatte die SPD am vergangenenen Wochenende die Arbeit an einem neuen Grundsatzprogramm begonnen. Das vorherige SPD-Grundsatzprogramm stammte noch aus dem Jahr 2007.  Es sei an vielen Stellen veraltet. »Das beschlossene Papier ist keine punktuelle Nachjustierung, sondern ein struktureller Reformansatz, der bewusst mit alten Schieflagen bricht«, so Pantazis in der Pressemitteilung.

Finanzierung von Pflege und Gesundheit 

Am Wochenende hatte die SPD zudem Ideen für eine reformierte Finanzierung des Gesundheitssystems skizziert. »Wir wollen an dieser Stelle die Finanzierung gerechter gestalten und auch perspektivisch alle Einkommensarten miteinbeziehen«, so Bas am Rande der Vorstandsklausur. Neben Löhnen und Gehältern würden dann zum Beispiel auch Kapitalerträge oder Mieteinkünfte berücksichtigt. 

Ziel sei, die Beiträge zu senken, heißt es in einem Beschluss des SPD-Parteivorstands. Das Papier basiert auf einem Zwischenbericht der parteiinternen Sozialstaatskommission. Die SPD fordert darin auch eine Ausweitung der Rentenversicherungspflicht auf Beamte, Selbstständige und Mandatsträger. »Wer arbeitet, zahlt ein«, solle das Prinzip sein.

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