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Pharma Lunch Talk
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Die Reform wird die Apotheken »Jahrzehnte prägen«

Künftig werden Apotheken neue Aufgaben übernehmen – auch in der Prävention. Das war unter anderem das Fazit der heutigen Online-Diskussion »Pharma Lunch Talk« zur beschlossenen Apothekenreform, die von der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) organisiert wurde.
AutorKontaktPaulina Kamm
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 09.10.2026  17:00 Uhr

An neuen Aufgaben wachsen

Metzger teilte mit, dass sie Impfungen in ihrer Apotheke anbiete, da dies von den Patientinnen und Patienten eingefordert worden sei. Patientinnen und Patienten würden die Umsetzung der Reform dadurch vorantreiben, sie verstehe aber auch die Hemmschwellen von Kolleginnen und Kollegen, neue Angebote zu etablieren. »Ich glaube, das ist wie alles im Leben. Man muss reinwachsen. Es ist ein Prozess.«

Laut Scharpf können sich Apothekerinnen und Apotheker in jede Situation einlesen und reinfuchsen. Als Beispiel nannte sie die Corona-Pandemie, in der sie viele neue Aufgaben übernommen haben. »Ich lasse mich da nicht mehr kleinreden.« Sie wünscht sich, dass auch andere Apothekerinnen und Apotheker dasselbe Selbstvertrauen tragen.

»Die eigenen Grenzen zu kennen«

Wichtig sei aber auch, die eigenen Grenzen zu kennen. Denn zu mehr Freiraum gehöre auch mehr Verantwortung. »Wir brauchen nicht mehr Freiraum, nur damit wir mehr dürfen.« Entscheidend sei die Frage, welches Versorgungsproblem dadurch gelöst werde. »Wenn pharmazeutische Kompetenz dazu beitragen kann, die Versorgung besser, sicherer oder niederschwelliger zu machen, dann sollten wir diese Kompetenz auch einsetzen dürfen«, sagte Scharpf.

In der Diskussion ging es auch um das Modell der »Prescribing Pharmacists«, das bereits in anderen Ländern etabliert ist. Laut Scharpf könnte dieses Modell aber erst in mehreren Jahren in Deutschland eingeführt werden. »Daher muss man halt jetzt schon anfangen, die Diskussion zu führen, um zu sehen, wie können sich Apothekerinnen und Apotheker in Zukunft in diese Richtung weiterentwickeln, nicht mit dem Ziel, ärztliche Tätigkeiten zu ersetzen, sondern mit dem ganz klaren Ziel, Versorgung besser zu organisieren.«

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