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Karl Lauterbach (SPD)
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»Die Homöopathie hat keinen Platz in der modernen Medizin«

Professor Karl Lauterbach (SPD) hatte bei seinem Amtsantritt angekündigt, dass die Wissenschaft eine große Rolle bei seinem Minister-Job spielen werde. Dass der Minister jetzt eine Entscheidung der Bremer Ärzteschaft nutzt, um seine Ablehnung gegenüber der Homöopathie auszudrücken, überrascht daher nicht. Geht es der Homöopathie-Erstattung bald an den Kragen?
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 25.03.2022  11:00 Uhr

Lauterbach ist Homöopathie-Skeptiker

Kurz nach dem Beschluss gab es prominenten Applaus aus dem Bundesgesundheitsministerium: Minister Lauterbach meldete sich am gestrigen Donnerstag via Twitter zu Wort und erklärte: »Mit der Wissenschaft werden Pandemien bekämpft und Krankheiten geheilt. Wir brauchen mehr Wissenschaft in der Behandlung, nicht weniger. Die Homöopathie hat keinen Platz in der modernen Medizin.« Dass Lauterbach der Homöopathie gegenüber kritisch eingestellt ist, ist schon länger klar. Schon in der vergangenen Legislaturperiode hatte der SPD-Politiker erklärt, dass er die Erstattung im Rahmen der Satzungsleistungen kritisch sehe – auch solche Leistungen müssten wirtschaftlich und medizinisch sinnvoll sein, so Lauterbach damals. Beifall gab es damals ebenfalls von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). KBV-Chef Gassen sagte 2019 in einem Interview, dass die Solidargemeinschaft nicht dafür aufkommen dürfe.

Frankreich hat die Erstattung bereits gestrichen

Sollte Deutschland die Homöopathie-Erstattung verbieten, würde es dem Vorbild Frankeich folgen. Unser Nachbarland hatte 2019 entschieden, die Kassen-Erstattung in mehreren Schritten zurückzufahren, seit dem vergangenen Jahr gibt es gar keine Homöopathie-Verträge mehr in Frankreich. Ex-Minister Jens Spahn (CDU) hatte sich danach jedoch gegen eine Streichung der Erstattung ausgsprochen.

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