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Grünen-Politiker Dahmen 
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Die Gefahr in der Kennedy-Attacke

Nach der Attacke von US-Außenminister Robert F. Kennedy Jr. gegen seine deutsche Amtskollegin Nina Warken (CDU) hat der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen vor politischem Machtmissbrauch der US-Administration gewarnt. Liberale Demokratien seien bedroht.
AutorCornelia Dölger
Datum 14.01.2026  12:30 Uhr

»Kennedy übt keine sachliche Kritik an deutscher Gesundheitspolitik, sondern vollstreckt nur, was in Washington unter Trump strategisch beschlossen wurde: die gezielte Delegitimierung liberaler Demokratien in Europa«, so Dahmen zur PZ. Der US-Minister hatte in einem Post auf der Plattform X die Bundesregierung wegen Strafverfahren im Zuge der Coronapandemie angegriffen und von politischer Verfolgung der Angeklagten gesprochen. Ärzte- und Patientenrechte würden durch solche Verfahren verletzt. Kennedy ließ wissen, dass er der Bundesministerin – die er »Nina Workin« nannte – in dieser Angelegenheit einen Brief geschrieben habe.

Warken reagierte umgehend, wies die Vorwürfe entschieden zurück und bezeichnete sie als »faktisch falsch«. Sie sei gerne bereit, dem Minister den wahren Sachverhalt darzulegen, »auch persönlich«.

Dahmen sieht in Kennedys Attacke den Vollzug einer neuen, gefährlichen US-Strategie. Kennedy versuche, das Vertrauen in staatliches Handeln zu erodieren. »Seine Botschaft knüpft nahtlos an das AfD-nahe und verschwörungsideologischen Milieu in Deutschland an.« Wie gefährlich ein solcher politischer Machtmissbrauch sein könne, zeige die Lage in den USA. »Dort hat der Kulturkampf um Impfungen Menschenleben gekostet.«

Die Rolle der Wirtschaftsinteressen

Kennedy ist als Impfgegner bekannt und fährt Attacken gegen die Wissenschaftsfreiheit, will etwa renommierte Fachjournale zugunsten regierungseigener Publikationen zurücksetzen, lehnt etablierte Gesundheitsmaßnahmen ab und zweifelt wissenschaftliche Forschung grundsätzlich an. Mit gezielter Desinformation in Gesundheitsfragen gefährdet er laut Expertinnen und Experten die evidenzbasierte Medizin und die öffentliche Gesundheit. Dass sein Einsatz für eine gesundheitspolitische Neuausrichtung auch von ökonomischen Interessen getrieben sein könnte, legten zuletzt zwei vielbeachtete Publikationen nahe.

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