| Sven Siebenand |
| 23.03.2026 15:32 Uhr |
Laut dem Verband sind für Menschen mit Diabetes und ADHS feste Routinen, klare Abläufe und technische Hilfsmittel besonders vorteilhaft. Dazu zählen zum Beispiel kontinuierliche Glukosemesssysteme (CGM) mit Alarmfunktion, Insulinpumpen oder AID-Systeme (Automated Insulin Delivery). »Technik kann Aufgaben abnehmen, sie ersetzt aber keine Begleitung«, so Häusler.
Die Expertin rät dazu, in der Beratung Ziele bewusst klein zu halten und zu priorisieren. Statt viele Änderungen auf einmal umzusetzen, stünden wenige, realistische Schritte im Vordergrund. Visuelle Pläne, Checklisten oder Erinnerungsfunktionen könnten helfen, den Überblick zu behalten und Überforderung zu vermeiden. Diabetes-Equipment sollte immer am selben Ort aufbewahrt werden. »Wer ADHS mitdenkt, verbessert die Diabetestherapie«, sagt Häusler.
Nicht zu vergessen: Eine leitliniengerechte ADHS-Behandlung kann sich ebenfalls positiv auf die Umsetzung der Diabetestherapie auswirken. Der Verband betont, dass auf eine ganztägige ADHS-Medikation zu achten ist, da Diabetes rund um die Uhr Aufmerksamkeit bedarf.