Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

vfa-Standortstudie
-
Deutschland aus der Abwärtsspirale retten

Sowohl in Europa als auch weltweit verliert Deutschland im Standortwettbewerb der Länder um Investitionen der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung immer mehr den Anschluss. Doch wie eine Analyse des Verbands der forschenden Pharmaunternehmen (vfa) und der Unternehmensberatung Kearney zeigt, lässt sich dieser Trend umkehren.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 03.07.2023  16:30 Uhr

BMG soll Gremium leiten

Im Detail fordern die Studienautoren ein Gremium, das entweder das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) oder das Bundeskanzleramt koordiniert. Darin sollen unter anderem Vertreter der Bundesoberbehörden, Ethikkommissionen, Fachverbände sowie der Industrie sitzen. Vorbild ist dabei Spanien. Dort hatte ab 2006 ein gezielter Dialog zwischen den Stakeholdern stattgefunden, um die Rahmenbedingungen für klinische Forschung zu verbessern. Das Konzept ging auf. Derzeit belegt Spanien als Studienstandort Platz zwei in Europa. Darauf weist die Studie hin.

Ein solches Gremium, wie es die Analyse für Deutschland empfiehlt, könnte in Zukunft Probleme adressieren, eine Strategie entwickeln und entsprechende Gegenmaßnahmen anhand eines »gemeinsamen und verbindlichen Fahrplans« umsetzen. Demzufolge sollte es auch eine Erfolgskontrolle geben. Die Studienautoren sind jedenfalls der Ansicht, mit vereinten Kräften und politischen Willen könne das Vorhaben gelingen, Deutschland als Innovationsstandort »wieder umfassend auf die Spur zu bringen«.

Mehr von Avoxa