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Den PSA-Wert richtig interpretieren

Der PSA-Wert spielt vor allem für die Verlaufskontrolle bei Patienten mit Prostatakrebs eine Rolle. Soll der Wert zur Früherkennung zum Einsatz kommen, sind jedoch einige Dinge zu beachten, da er sehr variabel sein kann.
AutorKontaktPZ
Datum 12.04.2024  18:00 Uhr

PSA steht für das Prostata-spezifische Antigen. Insbesondere bei Prostatakrebs tritt es vermehrt ins Blut über. Daher sollte sich der Labormarker prinzipiell eignen, um erste Hinweise auf ein Prostatakarzinom zu finden – allerdings gibt es allerlei Tücken bei der Interpretation. Über diese spricht Apotheker Professor Dr. Theo Dingermann in der neuen Folge von »PZ Nachgefragt«.

»Wäre das mit der Altersabhängigkeit der PSA-Werte nicht schon kompliziert genug, kommt tatsächlich hinzu, dass nach Reizung der Prostata die PSA-Konzentration im Blut deutlich ansteigen kann.« Doch das ist noch nicht genug: Fachleute müssten sich zukünftig womöglich an neue Richtwerte gewöhnen, die aus einer Zwischenauswertung der neuen PROBASE-Studie resultieren, erklärt Dingermann. 

Ein nicht zu unterschätzendes Problem, das beim PSA-Screening im Rahmen der Krebsvorsorge auftreten kann, ist nach wie vor das der Überdiagnose. »Auf den Seiten zu Gesundheitsinformationen des IQWiG findet sich ein sehr schönes Rechenbeispiel«, so der Apotheker. Dieses basiert auf den Daten einer großen älteren Studie (»Lancet«, 2014, DOI: 10.1016/S0140-6736(14)60525-0).

Demnach haben nur 0,3 Prozent der Männer, die sich screenen lassen, einen echten medizinischen Mehrwert zu erwarten; das heißt, dieser Anteil wird durch die Früherkennungsmaßnahme davor bewahrt, Metastasen zu entwickeln und an Prostatakrebs zu sterben. Doch für wen und in welchen Situationen eignet sich das Screening dann überhaupt? Das und noch mehr erfahren Sie in der ganzen Folge »PZ Nachgefragt«.

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