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Lauterbach und Habeck
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Den Apotheken den Rücken zugekehrt

Die Apotheken in Schleswig-Holstein fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Die zuständigen Minister Karl Lauterbach und Robert Habeck hätten ihnen den Rücken zugekehrt, meint Kammerpräsident Kai Christiansen. Die Apothekerinnen und Apotheker setzten am Wochenende ein Zeichen, das Habeck per Handynachricht erhielt.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 18.03.2024  12:30 Uhr

Noch keine Reaktion vom Minister

De facto hat sich jedoch gesetzlich seitdem nichts geändert und Habecks Ministerium ist weiterhin für die Arzneimittelpreis-Verordnung und damit auch das Apothekenhonorar zuständig, daher schreibt Christiansen seitdem weiterhin hartnäckig SMS und E-Mails, um ihn an seine Verantwortung zu erinnern. Der Minister lasse die mehr als 17.000 mittelständischen Betriebe mit mehr als 160.000 wohnortnahen, familienfreundlichen Arbeitsplätzen im Regen stehen. »Robert Habeck hat uns und damit der Arzneimittelversorgung der Bevölkerung den Rücken zugekehrt«, so Christiansen – und drehte den Spieß am Wochenende nun um.

Für ein Foto an den Minister drehten die Kongressteilnehmenden sich um und zeigten demonstrativ die Forderung »Apotheken stärken jetzt!«. Christiansen machte ein Selfie und schickte dies Habeck – eine Reaktion kam noch nicht. Zuletzt habe der Minister ihm vergangenen Mittwoch geantwortet und noch einmal die Verantwortung von sich gewiesen, berichtete der Kammerpräsident auf Nachfrage der PZ.

Lauterbach und Habeck mag der symbolische Akt nicht beeindrucken – die Apothekerinnen und Apotheker setzten jedoch ein Zeichen für sich und ihre Patienten. »Sie gilt es zu schützen vor einer desaströsen Gesundheitspolitik«, sagte Christiansen. »Wir sind Heilberufler, also werden wir auch am Montag wieder jede Anstrengung unternehmen, um unsere Patienten bestmöglich mit Arzneimitteln zu versorgen und zu beraten.«

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