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Krisentreffen
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Das fordern die Ärzte von Lauterbach

Bei ihrem »Krisentreffen« in Berlin haben Hunderte Ärzte und Psychotherapeuten einen Forderungskatalog an Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD) verabschiedet. Regresse, Budgets und Bürokratie zählen zu den großen Schmerzpunkten des Berufsstandes.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 18.08.2023  16:25 Uhr

Kurswechsel gefordert

Bei der Digitalisierung erwarten die Ärzte einen »Kurswechsel« von der Regierung. Obwohl digitale Anwendungen nicht funktionierten und keinen spürbaren Nutzen brächten, würde den Kollegen ständig mit Sanktionen und Bußgeldern gedroht, monierte Hofmeister. »Was wir brauchen, ist ein Praxiszukunftsgesetz, das die erforderlichen Investitionen der Praxen in ausreichend getestete, nutzerfreundliche und funktionstüchtige Technik kostendeckend absichert«, so KBV-Vorstandsmitglied Sibylle Steiner.

Einige Kernaussagen hat der KBV-Vize aus den Wortmeldungen mitgenommen: »Ich liebe meinen Beruf, ich will für meine Patienten da sein, aber so geht es nicht.« Mit Blick auf die Bürokratie: »Mit gefesselten Händen und Füßen kann man nicht schwimmen.« Und an die Politik gerichtet: »Lasst uns in Ruhe arbeiten.«

Zum Abschluss des Krisentreffens scherzte Hofmeister: »Herr Gassen, Frau Steiner und ich können uns am Ministerium festkleben, das wird keine Veränderung erzeugen.« Applaus gab es für die Idee dennoch im Saal.

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