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Zöliakie
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Das Chamäleon der Gastroenterologie

Ein Kleinkind, das ab der Einführung von glutenhaltiger Beikost an Durchfall und Bauchschmerzen leidet: Da liegt der Verdacht auf Zöliakie nahe. Allerdings zeigt nur eine Minderheit der Betroffenen diese klassischen Symptome. Auch bei unklaren Nährstoffmängeln und anderen eher unbekannten Symptomen sollte auf Zöliakie getestet werden.
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 16.05.2025  16:20 Uhr

Vorsicht vor Kontamination

Nicht erlaubt sind Weizen (Hart- und Weichweizen, Khorasan-Weizen/Kamut®), Roggen, Gerste, Dinkel, Grünkern, Triticale (Kreuzung aus Hartweizen und Roggen), Tritordeum (Kreuzung aus Hartweizen und Wildgerste), Emmer, Urkorn und Einkorn. Hafer ist ein Spezialfall: Er ist häufig mit Gluten kontaminiert, sodass handelsübliche Haferprodukte laut Leitlinie nicht verzehrt werden sollen. Nicht kontaminierte glutenfreie Getreide sind erlaubt. Neben speziell gekennzeichnetem Hafer sind das Hirse/Teff, Mais und Reis/Wildreis.

Von Natur aus glutenfrei sind zudem unter anderem Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Soja und Nüsse sowie Fleisch, Fisch, Milch, Eier, Obst und Gemüse. Auch hier besteht allerdings bei verarbeiteten Lebensmitteln häufig das Risiko der Kontamination. Als glutenfrei gekennzeichnete Lebensmittel dürfen maximal 20 mg/kg Gluten enthalten.

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