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Online-Umfrage
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CVS will Versorgung mit Pharmazeuten verändern

61 Prozent der Amerikaner wünschen sich mehr Gesundheitsdienstleitungen aus ihrer Apotheke, wie eine Umfrage der US-Apothekenkette CVS zeigt. Dem Unternehmen ist klar: Stärkt es seine Pharmazeuten, verbessert sich die Versorgung im ganzen Land.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 01.11.2022  12:15 Uhr

Aufbauend auf den Erfahrungen mit den Apotheken während der Coronavirus-Pandemie ist das Vertrauen der Menschen in den Vereinigten Staaten in die Pharmazeuten gestiegen und damit auch die Nachfrage nach einer erweiterten Rolle der Apotheker.

»Die Kunden haben sich daran gewöhnt, in ihren Vor-Ort-Apotheken erweiterte Versorgungsleistungen zu erhalten. Es ist zwingend erforderlich, dass Gesetzgeber und Regulierungsbehörden Maßnahmen ergreifen, um den kontinuierlichen Zugang zu wichtigen Dienstleistungen zu gewährleisten«, so Prem Shah, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von CVS Health und Vize-Präsident von CVS Pharmacy.

Die gute Stimmung unter den Kunden sieht das Unternehmen als eine klare Chance für den Berufsstand. So gaben 74 Prozent der Befragten in einer Online-Umfrage von CVS an, die im August 2022 unter rund 2200 Erwachsenen stattfand, ihrem Apothekenteam vor Ort zu vertrauen. Auch stimmten sie zu, dass die Apotheken bestimmte Gesundheitsdienstleistungen erbringen sollten, wenn die Primärversorgung nicht verfügbar ist.

Karriere in der Offizin muss attraktiv sein

Insgesamt wünschen sich 61 Prozent der Umfrageteilnehmer ein größtes Angebot an Dienstleistungen aus ihrer Apotheke, und 69 Prozent sind zudem der Ansicht, dass die Krankenversicherung auch dafür zahlen sollte – so wie sie es auch bei anderen Leistungserbringen in den Vereinigten Staaten tut.

Um die Rolle des Apothekers weiterzuentwickeln, müsse aber zunächst der Arbeitsplatz Offizin als Karriereweg attraktiver werden, so Shah. »Dies erfordert innovative Ansätze, die althergebrachte Arbeitsweisen in Frage stellen und Kapazitäten für die Patientenversorgung und neue Apothekendienste schaffen.«

Versorgung neu denken

Laut CVS-Bericht können etwa digitale Hilfsmittel dazu beitragen, sowohl das Erlebnis in einer Filiale als auch online zu verbessern. Demnach bietet die Digitalisierung Patienten mehr Auswahl und Bequemlichkeit und ermöglicht gleichzeitig den Apothekern mehr Raum für Interaktionen mit den Patienten.

CVS Health ist sicher, dass, wenn es seine 30.000 Apotheker stärkt und damit in die Lage versetzt, auf dem Niveau ihrer Ausbildung und ihrer klinischen Fähigkeiten zu praktizieren, es die Art und Weise pharmazeutischer Versorgung im Land grundlegend verändern wird.

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