| Christina Hohmann-Jeddi |
| 14.01.2026 13:30 Uhr |
Ob die Schutzmaßnahmen den Anforderungen der Europäischen Datenschutzgrundverordnung entsprechen, ist noch unklar. Erste Stimmen in Deutschland warnen schon vor dem KI-Gesundheitsberater. So schreibt etwa der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Mieves, Mitglied in den Ausschüssen für Gesundheit und Digitales, auf LinkedIn: »Wenn wir Datenschutz und digitale Souveränität ernst nehmen, müssen Gesundheitsdaten auf europäischen Servern liegen. Eine Anbindung der elektronischen Patientenakte an Anbieter wie OpenAI ist für mich deswegen keine Option.« Zudem sei die Qualität der Antworten nicht garantiert, was ein Gesundheitsrisiko darstellen könne.
Insgesamt wird der Sprachmodellen in der Medizin großes Potenzial zugeschrieben. So arbeiten große Unternehmen wie Google und Microsoft etwa an Sprachmodell-basierten Diagnostiktools, die bereits jetzt gute Ergebnisse liefern und präziser diagnostizieren als Allgemeinärzte.