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Krankenkassen 
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Chancen und Grenzen von KI 

Wie können Krankenkassen künstliche Intelligenz (KI) einsetzen? Ein Forscherteam hat diese Frage untersucht und die Ergebnisse in einem umfangreichen Weißbuch zusammengetragen. Die Autoren sehen durchaus Potenzial in den KI-Anwendungen, zeigen aber auch deren Grenzen auf. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 09.09.2025  17:00 Uhr

KI ist nicht immer hilfreich

Die Forschenden weisen außerdem darauf hin, dass ein Einsatz von KI nicht immer und überall sinnvoll sei. So hätten die getesteten Systeme im Anwendungsfall »Entlassmanagementbedarf« keine besseren Ergebnisse erzielt als die etablierten Verfahren. Außerdem sei es für die KI-Nutzung oft nötig, neue Mitarbeitende einzustellen, bestehendes Personal zu schulen und rechtliche Prüfungen vorzunehmen. Dieser Mehraufwand sei in vielen Fällen nicht gerechtfertigt. 

Der BKK-Dachverband bezeichnet die Arbeit an dem Weißbuch als wichtige Pionierarbeit. »Es ist noch viel Forschung nötig, doch genau hierfür dient unser jetzt veröffentlichtes Weißbuch als erste Referenz für alle, die zukünftig an der Schnittstelle von Versorgung, Daten und Technologie arbeiten«, erklärt Anne-Kathrin

Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes, in einer Pressemitteilung. »Wir sehen in den Projektergebnissen eine Chance, unsere Versicherten durch bessere Prognosen und vorausschauendes Handeln noch gezielter zu begleiten.«

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