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EU-Zulassung
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Cefepim mit neuem Partner

Eine Fixkombination aus Cefepim, einem Cephalosporin der vierten Generation, und dem neuen β-Lactamase-Hemmer Enmetazobactam hat von der EU-Kommission die Zulassung erhalten.
AutorKontaktSven Siebenand
Datum 04.04.2024  10:58 Uhr

Enthalten ist die neue Kombination im Präparat Exblifep® von Advanz Pharma. Das zugelassene Anwendungsgebiet umfasst die Behandlung von Erwachsenen mit komplizierten Harnwegsinfektionen, einschließlich Pyelonephritis, und nosokomialen Pneumonien, einschließlich beatmungsassoziierter Pneumonie.

Cefepim inhibiert die Synthese von Peptidoglycanen in der bakteriellen Zellwand durch die Bindung an Penicillin-bindende Proteine und deren Hemmung. Enmetazobactam ist ein Penicillansäuresulfon aus der Gruppe der β-Lactamase-Inhibitoren. Es bindet an β-Lactamasen und verhindert so die Hydrolyse von Cefepim.

Die übliche Behandlungsdauer beträgt sieben bis zehn Tage. Im Allgemeinen sollte die Behandlung mindestens sieben Tage und maximal 14 Tage dauern. Bei Patienten mit Bakteriämie kann eine Behandlung bis zu 14 Tagen notwendig sein, heißt es in der Fachinformation von Exblifep.

Die für Patienten mit normaler Nierenfunktion empfohlene Dosis ist in beiden Indikationen gleich: 2 g/0,5 g Cefepim/Enmetazobactam alle acht Stunden als intravenöse Infusion. Patienten mit Harnwegsinfektion soll die Infusion jedoch über eine Dauer von von zwei Stunden verabreicht werden, Patienten mit Lungenentzündung über eine Dauer von vier Stunden.

Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen unter anderem erhöhte Alaninaminotransferase, erhöhte Aspartataminotransferase, Diarrhö und Phlebitis an der Infusionsstelle.

Wann das neue Antibiotikum auf dem deutschen Markt eingeführt wird, gab Advanz Pharma in der jüngsten Pressemitteilung von Ende März noch nicht bekannt.

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