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»Dr. Ansay Partei« 
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Cannabis-Unternehmer will in den Bundestag 

Can Ansay verdiente Millionen mit fragwürdigen Geschäften im Internet. Jetzt will er mit einer eigenen Partei in den Bundestag. Der Unternehmer verspricht Einsparungen von 100 Milliarden Euro und will Cannabis legal über Apotheken verkaufen. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 22.01.2025  08:00 Uhr

Schwerpunkt Gesundheit

In dem fünf Seiten starken Wahlprogramm wird dem Thema Gesundheit auffällig viel Raum gegeben. Can Ansay möchte die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen von 96 auf höchstens zehn reduzieren. So ließen sich schätzungsweise neun Milliarden Euro sparen, die stattdessen in die Versorgung der Patienten investiert werden könnten. Der Einsatz der EPA soll doppelte Diagnosen, unnötige Bürokratie und ineffiziente Prozesse verhindern und so noch einmal 8,5 Milliarden Euro sparen. 

Das Thema Cannabis wird ausführlich behandelt. Hier fordert der Unternehmer eine kontrollierte Legalisierung, die »den Schwarzmarkt eliminiert, die Jugend schützt und einen verantwortungsvollen Umgang fördert«. Dazu soll Cannabis über Apotheken vertrieben werden. Außerdem setzt sich die Partei für die Legalisierung von Psilocybin ein. 

Die Partei fordert eine Aufarbeitung der Covid-19 Pandemie. Die Verantwortlichen sollen zur Rechenschaft gezogen werden. Can Ansay will China auf 50 Milliarden Euro Schadensersatz verklagen. Außerdem sollen die »Wucherkosten« für die Impfstoffe zurückgefordert werden.

Andere wichtige Themen wie der Ukrainekrieg, die wirtschaftliche Rezession oder die Energiewende tauchen in dem kurzen Wahlprogramm nicht auf. 

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