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Schutz vor häuslicher Gewalt
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Bundesregierung für elektronische Fußfesseln

Jede dritte Frau in Deutschland erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexualisierte Gewalt. Die neue Bundesregierung tritt in Aktion und will das »Spanische Modell« mit elektronischen Fußfesseln etablieren.
AutorKontaktPaulina Kamm
Datum 02.07.2025  09:30 Uhr

Zahlen, Daten, Fakten 

Doch schaffen elektronische Fußfesseln wirklich mehr Sicherheit? Lorea Arenas gilt als Pionieren in der Erforschung der Effektivität des spanischen Modells. In ihrer Forschungsarbeit »GPS Monitoring in Domestic Violence: The Spanish Experience« trägt sie die Ergebnisse der Implementierung der elektronischen Fußfesseln hinsichtlich häuslicher Gewalt zusammen. Abgesehen vom erhöhten Sicherheitsgefühl der Betroffenen, wurde laut María Ángeles Carmona Vergara, Sprecherin des Generalrats der rechtssprechenden Gewalt, seit Implementierung keine einzige GPS-überwachte Frau getötet. 

Das European Institute for Gender Equality (EIGE) veröffentlichte 2021 eine Studie zu den Kosten, die Täter von Gendergewalt verursachen: »Für Deutschland ergeben sich laut EIGE-Studie jährliche Kosten in Höhe von rund 68 Milliarden € für geschlechtsspezifische bzw. 32,5 Milliarden € für Partnerschaftsgewalt.« 

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