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Metaanalyse
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Blutdrucksenkung mit der Apotheke am effektivsten

Regelmäßige externe Blutdruckkontrollen bei Hypertonie-Patienten helfen, die Zielwerte im Blick zu halten. Es gibt viele Studien, in denen belegt wurde, wie effektiv solche Interventionen durch verschiedene Berufsgruppe sind. Jetzt zeigt eine Metaanalyse: Die größte Blutdrucksenkung erreichen Apotheken.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 23.07.2024  13:20 Uhr

Hindernisse: Revierkämpfe, Regularien und mangelnde Vergütung

Als Hindernisse, Apotheker hier mehr einzusetzen, identifizieren die Kommentatoren die Ablehnung solcher Maßnahmen durch Hausärzte oder deren Verbände, trotz der eindeutigen Faktenlage und Workload der Praxen. Zudem gebe es immer noch regulatorische Hürden, da wie in Deutschland vielerorts Apotheker gar nicht oder nur abhängig von Ärzten Antihypertensiva verordnen oder anpassen dürfen. Eine unabhängige Verordnung durch Apotheker ist beispielsweise im US-Bundesstaat Idaho und der kanadischen Provinz Alberta erlaubt.

Drittens müssten Apotheker dafür entsprechend ausgebildet sein und die Lehrpläne gegebenenfalls angepasst und Fortbildungen angeboten werden. Last but not least spielt auch die Vergütung solcher Maßnahmen eine Rolle. »Niemand sollte von Apothekern erwarten, dass sie Patienten mit Bluthochdruck kostenlos betreuen. Eine faire Vergütung der Apotheker würde immer noch Geld sparen«, so die Autoren.

Sie mahnen: »Angesichts der globalen Belastung durch Bluthochdruck dürfen wir nicht zulassen, dass Revierkämpfe und ein veraltetes regulatorisches Umfeld uns in die Quere kommen – unsere Patienten mit Bluthochdruck brauchen es, dass wir hierfür eine Lösung finden.«

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