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BedMed-Studien
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Blutdrucksenker besser morgens oder abends nehmen?

Herzinfarkte, Schlaganfälle, Todesrate: Kanadische Forschende haben anhand harter Endpunkte untersucht, ob es einen Unterschied macht, ob man Medikamente gegen Bluthochdruck morgens oder abends einnimmt.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 20.05.2025  16:20 Uhr
Auch bei älteren Menschen weder Vorteil noch Schaden

Auch bei älteren Menschen weder Vorteil noch Schaden

Wie sieht es aber mit älteren, gebrechlichen Menschen aus? Das untersuchte die BedMed-Frail-Studie desselben Forschungsteams. Daran nahmen 776 Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner in Kanada teil. Hier lag der Frauenanteil bei 72,4 Prozent und das Durchschnittsalter bei 88 Jahren. 85,6 Prozent waren zu einem gewissen Grad dement, 47,3 Prozent hatten Diabetes und 39,6 Prozent eine Erkrankung der Koronararterien. Hier lag das Follow-up im Schnitt bei einem Jahr und zwei Monaten.

Auch hier gab es weder einen signifikanten Unterschied bezüglich schwerer kardiovaskulärer Ereignisse oder Todesfälle (29,4 versus 31,5 Ereignisse pro 100 Patientenjahre) noch in Bezug auf Stürze, einer Verschlechterung der Kognition, Verhaltensproblemen oder auch Wundliegen (Dekubitus-Geschwüre), heißt es in »JAMA Network Open«.

Allerdings verzeichnete die Gruppe mit morgendlicher Anwendung mehr ungeplante Krankenhausbesuche (30,0 versus 22,6 pro 100 Patientenjahre; Hazard Ratio 0,74). Auch hier kommen die Autoren jedoch zu dem Schluss, dass der Einnahmezeitpunkt das Nutzen-Risiko-Verhältnis der blutdrucksenkenden Medikation für die Heimbewohner nicht beeinflusst.

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