| Johanna Hauser |
| 03.02.2026 12:00 Uhr |
Die Daten liefern Hinweise darauf, dass DNA-Reparatur- und Stressantwort-Signaturen im Blut bereits vor dem Auftreten motorischer Symptome ausgeprägt sind, später jedoch verschwinden. Damit eröffnen sich Möglichkeiten für eine frühzeitige Diagnostik.
Die Daten zeigen aber auch, dass späte Stadien der Krankheit molekular weniger unterscheidbar sind, da Stressantworten und Reparaturprozesse erschöpft sind. »Das bedeutet, dass wir ein wichtiges Zeitfenster gefunden haben, in dem die Krankheit erkannt werden kann, bevor motorische Symptome aufgrund von Nervenschäden im Gehirn auftreten«, sagt Studienleiterin Annikka Polster. »In unserer Studie haben wir Biomarker hervorgehoben, die wahrscheinlich einen Teil der frühen Biologie der Krankheit widerspiegeln, und gezeigt, dass sie im Blut gemessen werden können.«
Im nächsten Schritt wollen die Forscher verstehen, wie die in der Frühphase der Krankheit aktivierten Mechanismen funktionieren. Das Forschungsteam geht davon aus, dass innerhalb von fünf Jahren Bluttests zur Früherkennung der Parkinson-Krankheit geprüft werden könnten.