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Lieferengpässe
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»Bild« berichtet über »Apotheker-Aufstand«

Briefe und Postkarten an das Ministerium, Mini-Praktika für Abgeordnete, regelmäßige Gespräche mit der Lokalpresse – die Apothekenteams versuchen unermüdlich, Politik und Öffentlichkeit über die Probleme in der Branche zu informieren. Aktuell bekommen sie Unterstützung von unerwarteter Seite: Die »Bild«-Zeitung berichtet offensiv über das Thema Lieferengpässe.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 19.09.2023  09:55 Uhr

Apotheken schicken Defektlisten

Nach Angaben des Springer-Blatts haben sich mehr als 200 Apotheker bei der Zeitung gemeldet. Die Liste mit den meisten Defekten umfasste demnach 1400 Positionen. Der Tenor: Die Apotheken verwalteten nur noch den Mangel, die Versorgung sei akut in Gefahr. Das Boulevardblatt titelte: »Apothekeraufstand gegen Lauterbach« und stellte das Zitat einer Apothekerin daneben: »Tiere sind in Deutschland besser versorgt als Kinder.«

Offenbar hat die Berichterstattung Wirkung gezeigt: Bundesgesundheitsminister Lauterbach wird heute Vormittag zum Gespräch in der »Bild«-Redaktion erwartet.

In den sozialen Medien hat Lauterbach den Ball inzwischen aufgenommen, allerdings erneut das Thema Lieferengpässe mit den Honorarforderungen vermengt: »Die Apotheker wollen am nächsten Mittwoch für mehr Honorar streiken. Das ist ihr gutes Recht. Apotheken machen eine sehr gute Arbeit. Ihre fachliche Qualifikation erlaubt es, ihnen bei Darreichung von Kindermedikamenten im Herbst mehr Rechte zu geben. Das Gesetz dazu kommt jetzt.«

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