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Streit um Pflegebudgets
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Betrügen Krankenhäuser die Kassen? 

In den vergangenen Tagen haben sich Vertreterinnen und Vertreter der Krankenkassen und der Krankenhäuser eine heftige Auseinandersetzung über die Pflegebudgets der Krankenhäuser geliefert. Beide Seiten warfen einander unter anderem Betrug, Verleumdung und Inkompetenz vor. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 16.01.2026  16:56 Uhr
Definition für »Pflege am Bett« gefordert

Definition für »Pflege am Bett« gefordert

Im Anschluss erhielt Klemm Unterstützung von anderen Kassenfunktionärinnen. So kritisierte auch Ulrike Elsner, Vorsitzende des Verbands der Ersatzkassen (VDEK), die Einführung der Pflegebudgets. »Dies führt zu erheblichen Fehlanreizen, nämlich möglichst viele Pflegekräfte auch über Bedarf einzustellen und ihnen auch andere Aufgaben zuzuteilen«, erklärte die VDEK-Chefin gegenüber der FAZ. Um Missbrauch vorzubeugen, brauche es dringend eine klare Definition für »Pflege am Bett«, für die die Budgets gedacht seien. 

Auch Carola Reimann, Vorsitzende des AOK-Bundesverbands, sieht Fehlanreize durch die Pflegebudgets. Das Argument von Gerald Gaß, dass die Budgets der Krankenhäuser von unabhängigen Wirtschaftsprüfern testiert werden, wollte Reimann nicht gelten lassen. »Der Hinweis der DKG ist eine Nebelkerze, denn die Wirtschaftsprüfer können in ihren Prüfvermerken oft nur darauf verweisen, dass die Angaben der Krankenhäuser für sie nicht abschließbar überprüfbar sind«, so die AOK-Chefin in der FAZ. 

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