| Johanna Hauser |
| 22.01.2026 11:30 Uhr |
Das pharmazeutische Personal könne diese Patienten kompetent zu optimaler Reinigung, Pflege und UV-Schutz beraten. Auch die Empfehlung zu möglichst reizarmen Kleidungsstoffen wie Baumwolle, Leinen oder Seide ist für Patienten ein wichtiger Hinweis.
Die Vorbereitung von Handzetteln ergänzt die Beratung vor Ort. Diese sollten Hinweise zur seifenfreien und pH-neutralen Reinigung sowie feuchtigkeitsspendenden und hautberuhigenden Wirkstoffen wie Glycerin und Panthenol enthalten. Auch ein Hinweis auf die Verwendung eines ausreichenden Sonnenschutzes mit Lichtschutzfaktor 50 gehört zur Beratung dazu. Nicht fehlen darf zudem ein Hinweis auf zu vermeidende Faktoren wie Peelings, Duft- und Farbstoffe.
Um die Hautbarriere zu stärken, muss die Basistherapie täglich großzügig aufgetragen werden. Als notwendige Menge nannte Staubach-Renz ein Kilogramm Basispflege im Monat, frei nach dem Motto »Klotzen, nicht kleckern«. Hier werde – analog zur Anwendung von Sonnenschutz – in der Regel viel zu sparsam agiert.
Säuglinge mit allergischem Risiko sollen nach Ansicht von Experten vier bis sechs Monate gestillt werden, da dies einen protektiven Effekt haben kann. Das Einführen von Beikost ab dem vierten Monat trägt dazu bei, das Immunsystem zu trainieren. Tritt dennoch eine atopische Dermatitis auf, sollen die Säuglinge konsequent ab dem ersten Tag eine Basispflege erhalten. Hier können Apotheker mit ihrer Kompetenz im Beratungsgespräch Verunsicherungen und Ängste aus dem Weg räumen.