| Johanna Hauser |
| 20.02.2026 13:30 Uhr |
Die Analyse zeigt, dass Kinder, die nicht gestillt werden, ein höheres Risiko für das Auftreten von Infektionskrankheiten, Mittelohrentzündungen (Otitis media), Asthma und teilweise auch Allergien haben. Ein ausschließliches Stillen über sechs Monate senke diese Risiken. Grundsätzlich biete Stillen kaum Nachteile, so die Autoren.
Eine mindestens zweijähriges Gesamtstilldauer senkt bei Frauen das Risiko für Mamma- und Ovarialkarzinome. Beispielsweise habe eine im Fachjournal »The Lancet« publizierte Studie eine relative Risikoreduktion von fast 25 Prozent für das Auftreten von Brustkrebs gezeigt. Für Deutschland gepoolte Daten hätten sogar eine Risikoreduktion von 40 Prozent gezeigt. Auch wirke sich eine Gesamtstilldauer von zwei Jahren positiv auf Knochendichte im Alter aus.
Der zweiten Teil der Leitlinie wird das Thema Stillinitiierung sowie Betreuung und Unterstützung für Frauen, die mit dem Stillen Mühe haben, behandeln. Ein Veröffentlichungsdatum für Teil zwei der Leitlinie steht allerdings noch nicht fest.