| Ev Tebroke |
| 05.02.2026 15:00 Uhr |
Die Warnsysteme der Versender kontrollieren laut »Markt«, dass die Höchstmengenbegrenzungen beim Kauf eingehalten werden. So ist es im Test etwa nicht möglich, 17 Tuben Voltaren zu kaufen. Die Maske erlaubt nur die Stückzahl 1. Und auch die vorgegebenen Informationen zu dem Medikament sind einsehbar. Nähere Infos gebe es jedoch erst unter dem Bestellbutton, so »Markt«. Komme ein Beratungskontakt zustande, bekomme man aber dann auch eine leitliniengerechte Beratung. Im Test ging es darum, ob Voltaren großflächig auch bei Rückenschmerzen genutzt werden kann. Hier gab es auch beim Versender den Hinweis, dass das Mittel dafür nicht geeignet sei.
Sonja Thüllen von Doc Morris betont im Beitrag, jede einzelne Bestellung werde vom pharmazeutischen Team geprüft. »Wenn wir einen Beratungsbedarf sehen oder vielleicht sogar eine Missbrauchsgefahr fragen wir nach, kontaktieren den Kunden und behalten uns gegebenenfalls vor, den Auftrag abzulehnen.«
Ein Vorteil der Vor-Ort-Apotheken liegt laut »Markt« nach wie vor in der Akutversorgung. Zwar böte etwa Shop Apotheke auch einen Expressversand an. Aber in der stationären Apotheke hat der Kunde sein gewünschtes Medikament in der Regel eben direkt verfügbar.
Das betont auch Wirtschaftsexperte Sascha Raithel: »Die Online-Apotheken haben in den letzten Jahren massiv investiert, um die Lieferzeiten zu verkürzen, etwa indem sie mit Vor-Ort-Apotheken kooperieren, damit die Ware dort direkt abgeholt werde kann.« Bei Standardmedikamenten, die nicht schnell zur Verfügung stehen müssten, hätten die Versender durchaus einen Vorteil. Aber wer direkt nach dem Arztbesuch sein Medikament braucht, der werde in der Apotheke vor Ort akut versorgt.
Fazit des Marktchecks: »Von den Versandapotheken kam alles pünktlich und zu einem deutlich günstigeren Preis an. Doch wem Beratung wichtig ist: In der Apotheke ist immer jemand ansprechbar.«