Obwohl es einen Ärztemangel gibt, steigt die Zahl der arbeitslos gemeldeten Mediziner im Freistaat an. Dies geht aus der Jahresstatistik der Bayerischen Landesärztekammer hervor, die der PZ vorliegt. Demnach ist die Zahl der arbeitslosen Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2025 um mehr als 12 Prozent auf 2.960 gestiegen. Innerhalb eines Jahrzehnts betrug der Zuwachs mehr als 70 Prozent, wie es in einem Beitrag des Bayerischen Rundfunks (BR) heißt.
Gegenüber dem BR listete Bayerns Ärztepräsident Gerald Quitterer zwei Gründe für den Anstieg auf: Angestellte Ärztinnen und Ärzte, die von einer Anstellung zur anderen wechseln, sind oftmals einige Monate ohne Beschäftigung und fallen deswegen in der Statistik in die Kategorie »arbeitslos«. Ein weiterer Grund sei, dass die Zahl der Ärztinnen und Ärzte mit ausländischem Pass gestiegen sei. Diese bräuchten Zeit für die Anerkennung ihres Studiums und würden währenddessen in der Statistik erfasst.
Ein weiterer Grund könnte die wachsende Diskrepanz zwischen den Wünschen arbeitssuchender Medizinerinnen und Mediziner und den angebotenen Stellen sein. Dies teilte die Agentur für Arbeit dem BR mit. Demnach sind vergleichsweise viele der arbeitslosen Ärztinnen und Ärzte in Großstädten gemeldet, während die Ärzte-Arbeitslosigkeit in ländlichen Regionen besonders gering ist.