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Immunsystem und Darmmikrobiom
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Bauernhofkinder sind gesünder

Einflussfaktoren aus früher Kindheit prägen, wie sich unser Mikrobiom entwickelt. Das könnte sich auf Krankheitsrisiken auswirken: mehr Kuhstall und Rohmilch, weniger Allergien und Asthma? Die Forschung steht noch am Anfang, Fragen zu Kausalzusammenhängen und möglichen Therapiekonzepten sind noch nicht beantwortet.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 03.03.2021  15:30 Uhr

Was ist Henne, was ist Ei?

Beim Asthma scheint auch eine Rolle zu spielen, dass die menschlichen Atemwege nicht steril, sondern von einer individuell unterschiedlichen Mischung an Bakterien besiedelt sind. Beim Lungenmikrobiom stellten Wissenschaftler Unterschiede bei Asthma-Patienten und gesunden Menschen fest. »Hier scheinen vor allem sogenannte Proteobakterien, vor allem Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis und Streptococcus pneumoniae, eine Rolle zu spielen«, sagt von Mutius. »Unklar ist aber noch, ob die Auffälligkeiten Mitursache oder eine Folgeerscheinung des Asthmas sind. Hier sind weitere Studien erforderlich.«

Könnten Antibiotika eine mögliche zukünftige Asthma-Therapie darstellen? »Wohl eher nicht. Sie würden undifferenziert auch nützliche Bakterien abtöten«, sagt die Asthma-Expertin. Sinnvoller ist der Ansatz, probiotische Mittel zu entwickeln, die davor schützen, Allergien und Asthma zu entwickeln.

 

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