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Schadstoffe
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Bambusgeschirr birgt gesundheitliche Risiken

Es enthält Bambus oder Maismehl und gilt als umweltfreundliche Alternative zu Einwegbechern und -tellern: Die Nutzung von sogenanntem Bambusgeschirr kann aber gesundheitliche Risiken bergen. Bei heißem Inhalt lösen sich Chemikalien aus dem Material.
AutorKontaktdpa
Datum 26.11.2019  16:46 Uhr

Bambusfasern nur als Füllstoff

Formaldehyd ist laut BfR haut- und schleimhautreizend und kann nach Einatmen Krebs im Nasen-Rachen-Raum auslösen. Nach oraler Aufnahme wurde dagegen keine Krebsbildung beobachtet. Im Langzeit-Tierversuch zeigten sich aber Entzündungen und vermehrtes Zellwachstum im Magen. 

Das BfR erklärt, dass Geschirr, das als sogenannte Bambusware beworben wird, »in der Regel« aus Melamin-Formaldehyd-Harz bestehe – einem nicht biologisch abbaubarem Kunststoff. Bambusfasern würden nur als Füllstoff verwendet. Auch Kindertassen und -schalen sowie Campinggeschirr seien häufig aus MFH. Das BfR empfiehlt, keine heißen Speisen oder Getränke aus Bambusware oder MFH-Geschirr zu sich zu nehmen und es auch nicht zum Erhitzen in der Mikrowelle zu benutzen. In Verbindung mit kalten oder lauwarmen Lebensmitteln sei die Verwendung unbedenklich. 

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Lebensmittel

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