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Großbritannien
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Ausschuss warnt vor Sicherheitsrisiko durch Lieferengpässe

Ein Bericht des britischen House of Lords »Public Services Committee« warnt davor, dass die anhaltenden Lieferengpässe bei Medikamenten in Großbritannien inzwischen ein nationales Sicherheitsrisiko darstellen.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 05.03.2026  13:30 Uhr
Ausschuss warnt vor Sicherheitsrisiko durch Lieferengpässe

Laut der Untersuchung priorisiert die britische Regierung die anhaltenden Medikamentenengpässe nicht als »potenzielles nationales Sicherheitsrisiko«. Wenn Patientinnen und Patienten keinen Zugang zu notwendigen Arzneimitteln hätten, berge dies aber ein »erhebliches Gesundheitsrisiko«, so der Ausschuss »Public Services Committee« des britischen Oberhauses. Er wurde 2020 eingerichtet, um öffentliche Dienstleistungen wie Gesundheit, Bildung, Soziales zu untersuchen und zu prüfen. 

Die meisten Wirkstoffe für Medikamente im britischen Gesundheitssystem (NHS) würden in China oder Indien hergestellt. Dadurch seien Patientinnen und Patienten in Großbritannien dem Risiko ausgesetzt, von fragilen globalen Lieferketten abhängig zu sein, die durch dynamische geopolitische Veränderungen, Handelskonflikte oder Naturkatastrophen in diesen Regionen beeinträchtigt werden können, so der Ausschuss weiter. 

80 Prozent der vom NHS verschriebenen Medikamente seien Generika, allerdings werde nur ein Viertel dieser Medikamente in Großbritannien hergestellt.

Besorgnis unter Apothekenpersonal wächst

Der Bericht stellte außerdem fest, dass die britische Regierung und NHS zwar eine Schlüsselrolle dabei spielen, die Medikamentenversorgung der Patienten sicherzustellen, es jedoch an Aufsicht und Koordination im Bereich der Medikamentenversorgung mangele. 

Auch unter Apothekenmitarbeiterinnen und -mitarbeitern habe die Besorgnis zugenommen: Demnach gaben  73 Prozent von ihnen im Jahr 2025 an, dass die anhaltenden Probleme mit der Medikamentenversorgung die Patienten gefährden.

Keine effektive Kommunikation an Apothekerschaft

Der Ausschuss kritisiert zudem das nicht proaktive Handeln seitens der britischen Regierung, um Großbritannien vor fragilen Lieferketten zu schützen. Stattdessen werde sich auf reaktive Maßnahmen konzentriert, wenn bereits Engpässe aufgetreten seien. Außerdem kommuniziere die Regierung Engpässe oder Lösungsansätze nicht effektiv an medizinisches Personal wie etwa die Apotheker- und Hausärzteschaft.

Weiterhin bemängelt der Ausschuss, dass es »kaum Aufsicht oder Führung seitens des britischen Gesundheitsministeriums hinsichtlich der Medikamentenbestände und der potenziellen Risiken für kritische Medikamente, deren Fehlen erhebliche Auswirkungen auf die Patienten hätte«, gibt. 

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