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Doc-Morris-Logo auf Masken
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Auftritt von CDU-Spitzenpolitikern parteienrechtlich umstritten

Der Auftritt der CDU-Spitzenpolitiker mit den Doc-Morris Masken erregte nicht nur die Gemüter der Apotheker, sondern ist auch aus parteienrechtlicher Sicht umstritten. Zwei Expertinnen von Lobbycontrol und einem Institut für Parteienrecht klären im Gespräch mit der PZ über die rechtliche und politische Einordung des Masken-Gates auf. Die fehlende Transparenz des Werbe-Auftritts könnte sogar verfassungswidrig sein.
AutorKontaktCharlotte Kurz
Datum 04.11.2020  17:55 Uhr

Öffentlicher Druck muss erhöht werden

Im September 2020 befasste sich der Bundestag erstmals mit einem Lobbyregister. Der Gesetzesentwurf der großen Koalition sieht eine Registrierungspflicht für Interessensvertreter, die gegenüber dem Bundestag, den Abgeordneten oder Fraktionen Lobbyarbeit betreiben wollen, vor.

Die Transparenz bei Sponsoring-Geldern ist jedoch nicht Teil dieses Gesetzes. Dies muss dringend im Parteiengesetz geregelt werden, fordert Merten. Auftritte, wie der von Merz, Laschet und Röttgen, zeigen, dass die Wissenschaft, Juristen, Medien und die Öffentlichkeit den Druck erhöhen müssen, damit die Parteien eher dazu geneigt sind, diese Änderungen anzupassen und mehr Transparenz zu schaffen, so Merten.

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