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Tarifverhandlungen
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Arbeitgeber und Gewerkschaft in Nordrhein verhakt

Seit April laufen Verhandlungen zwischen der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter Nordrhein (TGL) und der Apothekengewerkschaft Adexa. Letztere sieht bislang keine tragbaren Ergebnisse.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 06.07.2026  14:00 Uhr

Der derzeitige Tarifvertrag zwischen der Gewerkschaft und der TGL Nordrhein lief am 30. Juni 2026 aus. Bereits Anfang 2026 hatte die Adexa angekündigt, den Vertrag fristgerecht zu kündigen und neue Verhandlungen aufzunehmen. Sie starteten im April.

Mit dem Ergebnis ist die Gewerkschaft bislang andere als einverstanden. »Die von der TGL Nordrhein vorgelegten Angebote waren für die Adexa-Tarifkommission nicht beziehungsweise nicht in vollem Umfang akzeptabel«, heißt es. Zwar habe es Vorschläge der TGL für Erhöhungen bei den Vergütungen für Auszubildende gegeben. »Die Steigerungen der Gehälter für die meisten anderen Beschäftigten würden allerdings nicht einmal die Inflationsrate kompensieren«, so die Kritik.

Das Tarifgebiet Nordrhein habe sich mittlerweile stark vom  Gehaltsgefüge im Bundesgebiet abgekoppelt. Nicht nur seien die Gehälter defizitär, sondern auch die Rahmenbedingungen wie Wochenarbeitszeit und Urlaubsanspruch.

Außerhalb von Nordrhein hatten sich die Gewerkschaft und der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) im Jahr 2024 auf einen Tarifabschluss mit einer Laufzeit bis Ende 2026 geeinigt. Dieser sah über die Laufzeit Gehaltssteigerungen von insgesamt rund 7 Prozent vor; die zweite Stufe von 3 Prozent trat zum 1. Januar 2026 in Kraft.

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