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Arzneimittel bei Kindern
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Apothekers Beitrag zu Sicherheit und Therapieerfolg

Wie oft nehmen Kinder Medikamente ein? Und was bringt es, Eltern in der Verabreichung von Arzneimitteln gründlich zu schulen? Antworten gab es bei der Jahrestagung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG).
AutorKontaktSven Siebenand
Datum 01.10.2021  17:00 Uhr

Schulung mit Erfolg

Dass eine Schulung durchaus etwas bewirken kann, zeigen weitere Daten, die die Referentin vorstellte. Eltern, die die Applikation der Notfall-Medikamente unter fachmännischer Anleitung eines Apothekers trainiert hatten, machten später weniger falsch. Die Fehlerrate bei der rektalen Gabe sank von mehr als 90 Prozent auf etwas mehr als 50 Prozent. Bei der bukkalen Applikation sank sie sogar auf unter 10 Prozent.

Neininger betonte ferner, wie wichtig es ist, nicht nur Eltern zu schulen, sondern zum Beispiel auch Lehrer und Erzieher. Ihre Bereitschaft, die Notfall-Medikamente zu verabreichen, stieg nach einem Training von 54 auf 76 Prozent. Zudem zeigte sich auch in dieser Gruppe, dass die fehlerfreie Applikation nach der Schulung viel häufiger erfolgen kann. Wurde rektales Diazepam vorher von fast niemandem in dieser Gruppe korrekt verabreicht, machten es später 60 Prozent richtig. Beim bukkalen Midazolam stieg der Wert von 7,5 Prozent auf 55 Prozent an.

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