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AvP-Insolvenz
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Apothekerin beschwert sich bei Söder und Spahn

Die AvP-Insolvenz bedroht die Existenz vieler Apotheken. Weil die Politik nichts dagegen unternimmt, hat Beatrice Guttenberger nun einen wütenden Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geschrieben und dabei gleich die Kündigung ihrer CSU-Mitgliedschaft angehängt.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 24.09.2020  17:30 Uhr
»Ich bin fassungslos und bitter enttäuscht«

»Ich bin fassungslos und bitter enttäuscht«

Eine durchschnittliche Apotheke in Deutschland setze im Jahr 2.587.000 Euro um und kaufe für 1.991.000 Euro ein, rechnet Guttenberger vor. Den von der AvP-Insolvenz betroffenen Apotheken würden im Schnitt 165.000 Euro fehlen, bei einem Monatsrohertrag von etwas um die 12.000 Euro. »Und niemand, wirklich niemand setzt sich für uns ein. Ich bin fassungslos und bitter enttäuscht«, schreibt sie. In ihren Augen hätten ihre von AvP-Insolvenz betroffenen Kollegen ja nichts falsch gemacht, studiert, dann das Risiko der Selbstständigkeit auf sich genommen und ihre Kunden bestmöglich versorgt. Daher hat sie kein Verständnis dafür, dass diese nun »dank der aufgezwungenen Rechtsform« für einen Vorgang mit ihrem Privatvermögen haftbar gemacht würden, der sich komplett ihrem Einflussbereich entziehe.

Für Guttenberger steht fest: »Ich kann und will mich mit einer solchen ‚Volkspartei‘ nicht mehr identifizieren.« Im Anhang ihres Schreibens hat sie gleich die Kündigung ihrer CSU-Mitgliedschaft angehängt.

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